

Die Geschichte des Bestattungsinstitutes Gruber beginnt im Jahre 1902, als Franz Gruber, Großvater des letzten Besitzers, der den Firmennamen führt, erstmals Särge fertigt, die sogenannte Leichenfrauen bei ihm bestellen. Der Möbelrestaurator tut, was die meisten Tischler in dieser Zeit getan haben: Einen Sarg auf Bestellung anfertigen. Denn Bestatter gab es in diesem Sinne nicht. Die Ausrichtung der Beerdigung erfolgt durch Nachbarn. Das Wesentliche wird in der Großfamilie erledigt.
1930 übernimmt Heinrich Gruber das Unternehmen von seinem Vater. Zu dieser Zeit wurde der Dienstleistungsberuf des Bestatters im Hause Gruber bereits klar definiert. Bereits 1936 wird der erste motorisierte Leichenwagen angeschafft: ein umgebauter Chevrolet.
1939 In den Kriegsjahren muss Heinrich Gruber auf Geheiß der Wehrmacht Opfer der Luftangriffe bestatten. Seine Kraftfahrzeuge werden beschlagnahmt, Transporte müssen wieder zu Pferd und Wagen durchgeführt werden. In dieser Zeit vermerkt der Bestatter sowohl Beisetzungsstätten und Besonderheiten ortsfremder Kriegsopfer, die Rückschlüsse auf deren Identität zulassen, sodass diese Aufzeichnungen, die heute bei der Stadt Rheine verwahrt werden, nach Kriegsende einigen Angehörigen von Kriegsopfern eine Rückführung in die Heimat ermöglichen.
1963 übernimmt Horst Gruber, ausgelöst durch den plötzlichen Tod seines Vaters, noch als Lehrling die Geschäfte. Er baut das Unternehmen zum Dienstleistungsbetrieb für Totenfürsorge, Bestattung und Beratung aus.
2010 übernimmt der langjährige Mitarbeiter Markus Bültel das Bestattungsgeschäft der Grubers. Mit zwei Standorten ist das Bestattungsunternehmen heute ein zeitgemäß geführtes Bestattungsunternehmen, das sich den Bedürfnissen Trauernder angepasst hat, alle Bestattungsformen anbietet und dabei die Vorsorgeberatung nicht aus dem Blick verliert. Wer individuelle Abschiede, menschliche Begleitung und sinnvolle Beratung sucht, wird sich bei Bestattungen Gruber gut aufgehoben fühlen.